Der Zeitstrahl basiert auf den Jubiläumsartikeln, welche monatlich jeweils in der Schweizerischen Ärztezeitung (säz) erscheinen. Dieser führt alle bisher publizierten Beiträge zusammen und wird laufend ergänzt.
Wie wurde aus einzelnen Ärztegesellschaften eine Stimme, die heute 46 000 Mitglieder vereint? Die Jubiläumsserie zeichnet nach, wie die FMH seit 1901 auf gesellschaftliche, politische und technologische Veränderungen reagiert und welche Bedeutung diese Geschichte für die Zukunft des ärztlichen Berufs hat.
Mit der Gründung der FMH im Jahr 1901 begann der Aufbau einer nationalen Standesorganisation. Die Jahre bis 1931 waren geprägt von institutionellen Entscheidungen, die den Verband zu einer verbindlichen Organisation formten.
Mit der einheitlichen Regelung der Weiterbildung im Jahr 1931 übernahm die FMH eine zentrale Rolle in der ärztlichen Professionalisierung. In den folgenden Jahrzehnten geriet dieses Modell allerdings zunehmend unter Druck, und neue Gruppen innerhalb der Ärzteschaft forderten Mitsprache.
Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre geriet das Schweizer Gesundheitswesen in Bewegung. Politische Reformen, neue gesetzliche Rahmenbedingungen und interne Diskussionen zwangen auch die FMH, ihre Rolle neu zu definieren.